Künstliche Intelligenz und Finanzen – Das sind die Trends

November 26, 2018 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Finanzen

Vor Jahren wurde die Künstliche Intelligenz, also die KI, noch programmiert. Dabei handelte sich zu Beginn um eine Software, die Situationen analysieren konnte und die hohe Geschwindigkeit des Computers nutzte, um diverse Aufgaben schneller lösen zu können. Das beste Beispiel? Der Schachcomputer.

Heutzutage lernt die KI selbst, anstatt von Menschenhand gefüttert zu werden. Das „Machine Learning“ hat dazu geführt, dass große Fortschritte verbucht werden konnten, die dafür sorgten, dass die KI immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Die Tatsache, dass sich Maschinen selbst trainieren, hat dafür gesorgt, dass die KI heutzutage auch im Finanzbereich ein wichtiger Faktor geworden ist.

Dank KI wird der Umsatz gesteigert

KI bei FinanzenEs gibt bereits einige Softwarehersteller, die eine KI-gestützte Analysefähigkeit im Portfolio haben, sodass die Umsätze gesteigert werden können. Dazu gehören unter anderem individuelle Absatzprognosen, sogenannte Churn-Analysen (Kundenabwanderung) oder auch personalisierte Preise. In diesem Zusammenhang wirbt SAP etwa mit der Leonardo-Produktpalette für „Next best offer“-Funktionen, mit denen Kundenwünsche vorausgesagt werden können. Das heißt, dem Kunden soll immer das passende Produkt angeboten werden.

Aber auch im Finanzbereich gab es schon gravierende Veränderungen: Sopra Banking Software entwickelte einen „Robo Loan Officer“ – dabei handelt es sich um einen virtuellen Kreditberater. Dieser kommuniziert mit den Kunden per Voice-Schnittstelle oder Text-Chat. Tata Consultancy Services, ein indischer IT-Dienstleister, bietet beispielsweise Algorithmic Trading an – das heißt, hier wird automatisch mit Wertpapieren gehandelt. Der Vorteil? Der Handelsroboter lässt sich nicht, wie etwa der Trader aus Fleisch und Blut, von Gefühlen beeinflussen.

Wer auf der Suche nach einem Depot ist, der sollte sich im Vorfeld mit den diversen Angeboten der einzelnen Broker befassen, damit man am Ende sagen kann: Ich habe mit Aktiendepot.com  gute Erfahrungen gemacht. Empfehlenswert sind hier auch Testurteile von unabhängigen Plattformen.

Chatbots werden immer wichtiger

KI bei Finanzen Auch Chatbots sind, vor allem im Bereich der Kundenkommunikation, ein fester Bestandteil der KI-gestützten Lösungen geworden. Intellect Design Arena befasst sich gerade mit einem System, durch das die Kundenerfahrungen automatisiert verbessert werden sollen. Die Software will situationsabhängig versuchen, die passenden Aktionen für den Kunden zu identifizieren, wobei hier auf länder- wie auch kundenspezifische Informationen zugegriffen werden soll.

Ein ähnlicher Ansatz wird auch von Oracle verfolgt. So kann das intelligente System drei der wahrscheinlichsten Bildschirminhalte wie Transaktionen vorhersagen, an denen der Kunde interessiert ist. Das Programm greift hier auf eine ausgesprochen umfangreiche Datenbank zurück, in der sich die kundenspezifischen Informationen befinden.

Übernehmen KI-Lösungen immer mehr Finanzbereiche?

Seit geraumer Zeit befindet sich Robotic Process Automation (kurz: RPA) auf den Angebotslisten der Banking-Plattform-Anbieter. Zu den bekanntesten Namen gehören hier EdgeVerve Systems oder auch die RPA-Spezialisten UIPtah. In Sachen Effizienz gehen die Potentiale der KI aber über RPA hinaus – so argumentieren etwa Temenos und Finastra, die KI könnte Banken unterstützen, um in den nicht automatisierten Bereichen noch effizienter zu werden. So könnten Handelsfinanzierungen oder auch Konsortialkredite über KI-Lösungen bearbeitet wie abgeschlossen werden.

Da in derartigen Bereichen noch keine Standards vorhanden sind, könnten die KI-gestützten Banking-Anwendungen auch dabei helfen, wenn es darum geht, unstrukturierte mit strukturierten Daten zusammenzuführen. Des Weiteren wären sie auch in der Lage, die fehlenden Informationen oder auch Unterlagen im Zuge des Zahlungsprozesses zu identifizieren. Damit Prozesse dann noch effizienter gestaltet werden, wäre es ratsam, wenn die IT-Entscheider enger mit den Fachabteilungen wie auch Softwareanbietern zusammenarbeiten würden.

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