Fondssparen – eine Alternative in der Niedrigzinsphase

Juni 15, 2017 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Finanzen

In Zeiten einer lang anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für den Einzelnen immer schwieriger, mögliche Sparziele zu erreichen oder wichtige Werte für die eigene Altersversorgung zu schaffen. Klassische Sparformen haben längst ihre Bedeutung verloren. Erzielte Erträge fallen deutlich niedriger als die aktuelle Inflationsrate aus. Wer sein „Spargroschen“ auf die Seite legt, verliert somit noch Kapital. Längst sind neue Alternativen beim Sparen gefordert. Das Fondssparen stellt eine interessante Alternative dar.

Eine höhere Rendite bedeutet auch mehr Risiko

Wer heute eine Rendite erzielen möchte, die deutlich über dem aktuellen Sparzins liegt, muss ein deutlich höheres Risiko im Umgang mit seinem Kapital eingehen. Wem allerdings das Wagnis beim Spekulieren an der Börse zu hoch ist, für den ist möglicherweise ein Fondsparplan eine interessante Alternative. Dazu investiert der Sparer einen monatlich festgelegten Betrag in einen zuvor bestimmten Fond. Der Kapitalanleger kann selbst den gewünschten Fonds auswählen und so selbst das mögliche Risiko und die erhoffte Rendite bestimmen. Er hat dabei die Wahl zwischen reinen Aktien- und Rentenfonds, offenen Immobilienfonds bis zu Mischfonds.

Fonsparen - das bessere Sparen

Fonsparen – das bessere Sparen

Jeder Fonds hat ein spezifisches Portfolio an Wertanteilen (z.B. Aktien, Rentenpapiere). Das verantwortliche Fondsmanagement sorgt entsprechend für eine möglichst gewinnbringende Umschichtung. Entsprechend kann sich jeder Anleger bereits im Vorfeld über den betreffenden Fond informieren. Allerdings sind alle Aussagen über mögliche Erträge und Gewinne immer bezogen auf die Vergangenheit. In den letzten Jahren konnten daher durchaus beachtliche Erlöse erzielt werden. Dennoch lässt sich ein Verlust niemals ausschließen. Verlustreiche Phasen an den Börsen wird es auch in Zukunft geben.

Somit ist das Fondssparen nicht für jeden zu empfehlen. Wer beispielsweise das eingesetzte Kapital zwingend zu einem bestimmten Zeitpunkt für den eigenen Lebensunterhalt benötigt, geht mit Fonds ein hohes Risiko ein. Auch höhere Verluste sind durchaus möglich, auch wenn dies in der Vergangenheit selten eintraf.

Fondssparen: eine einfache und flexible Wertanlage

Wer sich nicht selbst intensiv mit einzelnen Aktien, Marktentwicklungen und Trends im Detail beschäftigen möchte, für den ist das Fondssparen eine durchaus interessante Wertanlage. Der Einstieg in das Fondssparen ist denkbar einfach. Idealerweise wird ein Depot bei der bevorzugten Bank eröffnet. Anschließend wählt der Kunde einen oder mehrere Fonds aus und legt die Ratenhöhe und das Sparintervall fest. Meist erfolgen die Einzahlungen monatlich oder vierteljährlich.

Unser Tipp: Nicht jeder Fonds ist auch für das Fondssparen ausgewiesen. Diese Informationen findet man allerdings in der Beschreibung des jeweiligen Fonds.

Bei einigen Banken kann das Fondssparen bereits ab 25 Euro pro Monat erfolgen. Meist beginnt der Fondssparer mit einer Rate von 50 bis 100 Euro. Eine feste Laufzeit gibt es beim Fondssparen nicht. Der Sparer kann zu jedem Zeitpunkt die Zahlen verändern, variieren oder einstellen. Auch das Aussetzen der Zahlungen für einen bestimmten Zeitpunkt ist durchaus möglich. Die vorhandenen Fondsanteile verbleiben dann im eigenen Depot. Zudem können diese jederzeit zu dem jeweiligen Kurs verkauft werden. Hier bietet das Fondssparen einen klaren Vorteil gegenüber fest angelegten Wertanlagen, die nur zu einem bestimmten Termin gekündigt werden können.

Geduld ist die beste Strategie

Grundsätzlich ist das Fondssparen eine interessante Wertanlage, die allerdings eher einen langfristigen Charakter besitzt. Es ist durchaus möglich, dass der Wert des eigenen Fonds sich in manchen Phasen auch in die Verlustzone bewegt. In diesem Fall ist es immer ratsam, auf eine mögliche Trendwende am Markt zu warten. Wer dann nicht auf das Kapital verzichten kann, muss mit teilweise empfindlichen Verlusten rechnen. Fast immer erholen sich die Fondswerte nach einer gewissen Wartezeit. Auch während der normalen Laufzeit ist ein schwächerer Kurs nicht unbedingt besorgniserregend, da der Anleger in dieser Phase dann mehr Anteile für sein Geld bekommt.

Unser Tipp: Bei der Wahl der Bank sollte der Kunde unbedingt einen Blick auf die Kosten werfen. Aktuell bieten viele Banken eine kostenlose Eröffnung eines Depots an. Auch bei den laufenden Kosten gibt es teilweise recht beachtliche Unterschiede.

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