Was bedeutet eigentlich Kreditwürdigkeit?

Oktober 11, 2015 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Finanzen

Die Kreditwürdigkeit, die auch als Bonität bezeichnet wird, ist die Fähigkeit, einen in Anspruch genommen Kredit zurückzuzahlen. Der betreffende Kreditnehmer muss dabei wirtschaftlich in der Lage sein und auch die Absicht haben, die vorliegenden Schulden in einem vereinbarten Zeitrahmen zu begleichen.

Die Kreditwürdigkeit ist sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen eine wichtige wirtschaftliche Größe, mit anderen Partner entsprechende Geschäfte abzuwickeln. Entsprechend wird bei anstehenden Geschäften von dem möglichen Geschäftspartner gerne eine Bonitätsprüfung vorgenommen, um bestehende Risiken im Vorhinein auszuschließen.

Diese Vorgehensweise hat sich sowohl bei größeren Kreditgeschäften als auch bei kurzfristigen, kleinen Ratenkrediten für einen Fernseher oder ein beliebiges Haushaltsgerät eingebürgert. Da es jedoch nicht immer ganz einfach ist, die Kreditwürdigkeit von einem möglichen Geschäftspartner zu prüfen, existieren heute eine Reihe von Instrumenten, um die Zahlungsfähigkeit zu überprüfen.

So wird das Kreditrisiko minimiert

Banken und Kreditnehmer greifen dabei auf diverse Daten zurück, die in erster Linie auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit basieren. So ist eine Bank in der Lage, mögliche Kreditrisiken bei der Rückzahlung schon vor dem Zustandekommen eines Vertrages einzuschätzen.

Im privaten Umfeld werden als Kriterien die berufliche Situation, das aktuelle Einkommen und die bisherigen Erfahrungen bei der Zurückzahlung von Krediten berücksichtigt. Bei Unternehmen werden zusätzlich Bilanzen oder vergleichbare wirtschaftliche Berechnungen geprüft. Anhand der vorliegenden Daten kann so eine Bank die individuelle Kreditwürdigkeit überprüfen. Doch auch bei mittlerer Bonität ist eine Kreditgenehmigung durchaus möglich.

Wirtschaftsauskunfteien halten Daten über die Bonität vor

Entsprechende Daten über Kreditwürdigkeit einzelner Personen und Unternehmen halten nicht nur Banken vor, sondern auch spezielle Wirtschaftsauskunfteien, die sich auf die Bonitätsprüfung spezialisiert haben. Dabei ermitteln diese Dienstleister die notwendigen Daten in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Banken und Kreditinstituten.

Die wohl bekannteste Auskunftei ist die sogenannte Schufa, die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Hier können Einzelpersonen die gespeicherten Daten über die eigene Person jederzeit abrufen.

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