Die Besonderheiten von denkmalgeschützten Immobilien

Gelangt eine denkmalgeschützte Immobilie in den Verkauf, so wird stets der anstehende Steuervorteil genannt. Historische Gebäude sind somit nicht nur für romantisch veranlagte Zeitgenossen reizvoll, sondern auch für Pfennigfuchser, die ein ordentlicher Steuervorteil lockt. Doch bedeutet eine denkmalgeschützte Immobilie immer einen geldwerten Vorteil?

Auf den ersten Blick bieten die meisten denkmalgeschützten Immobilien eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer normalen Immobilie. Zunächst ist es durchaus reizvoll, in einer Immobilie zu leben, die einen historischen Hintergrund besitzt. Zumal dies in den meisten Fällen mit einer außergewöhnlichen Bausubstanz und einer bevorzugten Lage der Immobilie einhergeht.

Auch auf der finanziellen Seite gibt es einige Vorteile. Neben dem bereits angesprochenen Steuervorteil können auch spezielle KfW-Programme für die Eigennutzung in Anspruch genommen werden. Hier gibt es Tilgungszuschüsse und günstige Zinsen, allerdings muss dies bei jedem Objekt individuell geprüft werden.

Der steuerliche Vorteil steht im Vordergrund

Doch besonders der steuerliche Aspekt wird bei einer denkmalgeschützten Immobilie stets hervorgehoben. Abhängig von Aufwand der Sanierung können im Idealfall bis zu 70 Prozent der Kosten über eine Laufzeit von 12 Jahren abgeschrieben werden. Dennoch müssen beim Kauf eines denkmalgeschützten Haus oder einer Wohnung einige Dinge beachtet werden, damit es nicht zu einem späteren Zeitpunkt zu einer bösen Überraschung kommt.

Im ersten Schritt muss natürlich der Denkmalschutz in allen Belangen eingehalten werden. Zudem sollte bereits im Vorfeld geklärt werden, ob das gesamte Abschreibungspotential auch tatsächlich noch zur Verfügung steht. Diesen Umstand sichert im Idealfall der Bauträger oder Makler in schriftlicher Form zu.

Preis für die Immobilie

Ein weiterer Aspekt ist der Preis für die Immobilie. In der Regel sind denkmalgeschützte Immobilien deutlich teurer als vergleichbare Immobilie in gleicher Lage. Ist hier der Preis deutlich überteuert, geht die Steuerersparnis über diesen Weg verloren. Daher sollte ein Käufer stets überprüfen, ob der verlangte Preis auch tatsächlich gerechtfertigt ist.

Dieser Aspekt spielt auch bei einer notwendigen Finanzierung eine wichtige Rolle, denn auf dieser Basis wertet die Bank die in Frage kommende Wunschimmobilie ein. Eine überteuerte Immobilie lässt sich dann nur mit zusätzlichen Sicherheiten finanzieren.

Wer hier nicht über die notwendigen Marktkenntnisse und die Besonderheiten beim Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie verfügt, sollte unbedingt die Hilfe eines erfahrenen Spezialisten zu Rate ziehen, z.B. auf denkmalimmobilien-leipzig.net. Gleiches gilt auch für den erhofften Steuervorteil. Hier kann nur ein sachkundiger Steuerberater weiterhelfen.

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