Genie und Geld: Goethes Finanzen

Mai 3, 2014 by  
Erschienen unter Aktuelles aus der Finanzwelt

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Genie und Geld: Goethes Finanzen

Goethes Finanzen
Erscheinungsjahr: 2009
Gewicht: 430 gr / Abmessung: 22 cm
Von Klauß, JochenEr habe es geradezu „abscheulich“ gefunden, schreibt Goethe in Dichtung und Wahrheit, seine Poesien „gegen Geld umzutauschen“. Diese Selbstdarstellung steht in krassem Widerspruch zu seinem tatsächlichen und später so erfolgreichen merkantilen Durchsetzungswillen. Jochen Klauß veranschaulicht die materielle Basis für Goethes Werke, sein Vermögen, seine Ausgaben im Haushalt und auf Reisen, H

Unverb. Preisempf.: EUR 19,90

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Comments

2 Responses to “Genie und Geld: Goethes Finanzen”
  1. C. Kadel sagt:
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    4.0 von 5 Sternen
    Widerspruch!, 14. März 2009
    Rezension bezieht sich auf: Genie und Geld: Goethes Finanzen (Gebundene Ausgabe)

    „Genie und Geld – Goethes Finanzen“. In der Tat mag der Titel Buchhaltung und Bilanzen suggerieren. Und wer die Rezension „Im Stile eines Buchhalters“ liest, fühlt sich mit seinem Verdacht bestätigt. Dem darf von Herzen widersprochen werden! Ja, man darf sich fragen, mit welcher Aufmerksamkeit der verehrte Vielrezensent dieses Buch wohl gelesen hat. „Jahresbericht einer Großbank“, „Dissertation“? Was für ein Unsinn!

    Zugegeben, ein „Abenteuerbuch“ ist das nicht, aber wer erwartet ein solches bei diesem Thema? Klauß‘ Buch ist absolut keine trockene Aneinanderreihung von Zahlenkolonnen. Im Gegenteil – ich war eher irritiert, eine Sammlung biographischer Essays vorzufinden. Das umfangreichste Kapitel, welches ein Drittel des Buches einnimmt, handelt von Goethes Reisen. Nirgendwo sonst fand ich bisher eine so übersichtliche Zusammenfassung dieser Reisen. Und diese Beschreibung ist keineswegs eine endlose Aufzählung von Abrechnungen – nein, die Reisen werden in einen biographischen Kontext gestellt, die Routen werden beschrieben, die materiellen Aspekte (Transportmittel, Straßen, Unterkünfte usw.) werden erläutert, und – ja, gelegentlich werden Preise und Kosten erwähnt und zur besseren Veranschaulichung auf heutige Verhältnisse umgerechnet. Wer sich für die materiellen Aspekte des Künstlers Goethe interessiert, erfährt Interessantes in den Kapiteln über Buch- und Zeitschriftenhonorare und Kunsterwerbungen des Sammlers. Für den, der an der Person Goethes interessiert ist, werden nicht uninteressante Aspekte der Biographie (Alltagsausgaben, Erbschaften, Immobilien) auf jeweils wenigen Seiten in aller Kürze, aber auch hier keineswegs trocken abgehandelt. Eingeleitet wird das Buch von einem lesenswerten Kapitel über die Geldverhältnisse in Deutschland zur Goethezeit. Klauß vermeidet jeden wissenschaftlichen Jargon. Einziges – willkommenes! – Zugeständnis an akademische Usancen ist der Verweis auf die verwendeten Quellen.

    „Genie und Geld“ ist eines von zahlreichen Büchern, die eine Facette aus Goethes Leben zum Ausgangspunkt einer breiteren Betrachtung Goethes wählen. Einigen dieser Bücher, z.B. Die lieblichste der lieblichsten Gestalten. Ulrike von Levetzow und Goethe oder Goethes letzte Reise gelingt dies vielleicht besser. Geld zum Ausgangspunkt einer Betrachtung über Goethe zu wählen, provoziert. Dieser Provokation gebührt Respekt. Auch wenn das Ergebnis vielleicht nicht ganz so „rund“ gelungen ist, wie z.B. die oben erwähnten Versuche.

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  2. Fuchs Werner Dr sagt:
    2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    4.0 von 5 Sternen
    Im Stile eines Buchhalters, 22. Februar 2009
    Von 
    Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (#1 REZENSENT)
      
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Genie und Geld: Goethes Finanzen (Gebundene Ausgabe)

    Der Titel deutet an, wohin die Reise gehen könnte, wenn Landkarten, Ausrüstung und Begleiter stimmen würden. Aber schon im ersten Kapitel musste ich betrübt feststellen, dass ich eher den Jahresbericht einer Grossbank als ein Abenteuerbuch in den Händen halte. Das muss man einfach wissen, um nicht enttäuscht zu werden. Jochen Klauß ist ganz ohne Zweifel ein Goethe-Kenner der ersten Kategorie. Und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar hat er auch Zugang zu Dokumenten, die nicht in jeder Leihbibliothek zu finden sind. Wie schwierig es ist, rund um Zahlen eine Geschichte zu erzählen, die auch numerisch weniger begabte Zuhörer fesselt, weiß ich aus meiner eigenen Tätigkeit sehr wohl. Aber sind es beim Verfassen von Jahresberichten die Auftraggeber, welche mich zu einem Buchhalterstil zwingen, hätte Jochen Klauß freier schalten und walten können. Aber dafür hätte es ein anderes Konzept gebraucht. Und der Verzicht auf eine Detailgenauigkeit, die mir eher störte als begeisterte.

    Geordnet ist der Bericht über Goethes Finanzen und seinen Umgang mit Geld in neun Kapitel: Geld und Geldverhältnisse in Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts – Auf Reisen – Buch- und Zeitschriftenhonorare – Alltagsausgaben – Erbschaften – Immobilien und Umbauten – Kunsterwerbungen des Sammlers – Vermächtnisse – Geld in Goethes Leben. Die Seiten 209 bis 220 sind noch für den Anhang reserviert. Die Kapitelüberschriften deuten es an. Das Buch ist eher eine Dissertation als ein leicht verständliches Essay. Damit wird auch klarer, in welche Hände die Arbeit von Jochen Klauß wohl meist gelangen wird. Sie wird vor allem Studierenden dazu dienen, ihre Arbeiten über Goethe mit Aspekten des Geldes anzureichern. Aber auch Historiker und Ökonomen werden auf Materialien stoßen, die ihnen vor diesem Buch nicht zugänglich waren.

    Mein Fazit: Kein Text, der sich am Radio vorlesen lässt, sondern eher eine Dissertation. Wer sich jedoch spezifisch für das Thema interessiert, wird froh sein, dass Jochen Klauß unzählige Dokumente und Quellen gesichtet hat, die Informationen ordnete und mit seinem Buch öffentlich zugänglich macht.

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