CFD-Handel – spezielle Termingeschäfte

Dezember 2, 2013 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Finanzen

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CFD steht für die englische Bezeichnung „Contracts for Difference“ und beschreibt eine spezielle Form von hochspekulativen Termingeschäften. Entstanden ist diese besondere Form des Handels von Wertanlagen, der außerhalb der klassischen Börse stattfindet, in Großbritannien. Hier wurde durch den CFD-Handel eine Transaktionssteuer an der Londoner Börse erfolgreich umgangen. Diese besonderen Termingeschäfte wurden später dann auch auf andere Handelsplätze übernommen.

Grundgedanke bei CFD ist das Setzen auf steigende oder fallende Kurse ausgewählter Basiswerte. Hierbei kann es sich um eine Aktie, einen Wertpapier-Index, eine Anleihe oder einem ausgewählten Rohstoff handeln. Im Unterschied zu einer klassischen Wertanlage ist man bei dem CFD-Handel nicht im Besitz des eigentlichen Basiswertes. Somit gibt es auch keine Ansprüche auf mögliche Dividenden oder Stimmrechte. Es wird nur auf die mögliche Kursentwicklung von einem bestimmten Punkt aus gesetzt. Daher wird der CFD-Handel auch als Differenzgeschäft bezeichnet.

In der Regel muss der Käufer eines CFD-Wertes ein Prozent des ausgehenden Basiswertes setzen. Dieser Betrag wird als sogenannter Margin bezeichnet, also eine Art Sicherheitsleistung. Dies ist notwendig, da der Handel direkt mit dem Anbieter stattfindet und das Risiko der Bonität unmittelbar besteht. Das Geschäft wird direkt über einen Broker abgewickelt, der dem Kunden die notwendigen Kurse und eine spezielle Handelsplattform zur Verfügung stellt.

Sie können somit mit einem relativ kleinen Kapitaleinsatz große Basiswerte bewegen und somit auch von den Veränderungen der jeweiligen Kursveränderungen profitieren. Entwickelt sich allerdings der Kurs nicht in die erhoffte Richtung, wie Sie es vorhergesagt haben, ist das eingesetzte Kapital weg.

Zur Begrenzung des eigenen Verlustes kann jedoch ein bestimmter Kurs des Basiswertes definiert werden, bei dem automatisch verkauft werden soll. So lassen sich zumindest größere Verluste auf einen bestimmten Umfang begrenzten und das eingegangene Risiko im Vorfeld genau bestimmen. Bei konsequenter Handhabung aller Regeln und dem permanenten Setzen von Grenzen lassen sich so mit einem begrenzten Kapitaleinsatz entsprechende Geschäfte mit unterschiedlichsten Wertanlagen machen.

Dennoch handelt es sich bei dem CFD-Handel um hochspekulative Geschäfte, da hier trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der gesamte Verlust des eingesetzten Kapitals drohen kann. Entsprechend ist der CFD-Handel in einigen Ländern, z.B. in den USA, verboten.

Ein zusätzliches Risiko besteht zudem in der Tatsache, dass der CFD-Handel nicht an der jeweiligen Referenzbörse gehandelt wird und beim Verkauf ein schlechterer Kurs durchaus erzielt werden kann. Auch plötzliche Kurssprünge sorgen für ein zusätzliches Risiko. Im schlechtesten Fall muss sogar noch zusätzliches Geld nachgeschossen werden. Entsprechend sollte nur der geübte Anleger zu CFD-Geschäften greifen. Steuerlich werden Gewinne wie bei klassischen Aktien gehandhabt.

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