Basiswissen Riester Rente

Dezember 5, 2013 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Versicherungen

Um die Defizite der gesetzlichen Rentenversicherung aufzufangen, wurde im Jahr 2005 die private Rentenversicherung mehr in den Mittelpunkt der Altersvorsorge der Bürger gerückt. Zu diesem Zweck wurde eine staatliche Förderung für viele private und betriebliche Altersvorsorgeformen eingeführt. Das wichtigste Förderungsmittel ist die so genannte Riester-Rente, eine private Rentenversicherung, die durch staatliche Zuzahlungen und besondere steuerliche Maßnahmen gefördert wird.

Die Riester-Förderungen können alle Personen erhalten, die auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Dies sind in erster Linie alle Arbeitnehmer und Bezieher von Arbeitslosengeld II. Außerdem kommen Bezieher von Erziehungsgeld und Krankengeld sowie Besoldungsempfänger für eine Riester-Rente in Frage.

Wer eine private Riester-Rentenversicherung abschliesst und förderberechtigt ist, erhält eine Grundzulage von (2007) 114,- Euro jährlich, die direkt in die entsprechende Rentenversicherung eingezahlt wird. Diese Grundzulage wird ab 2008 auf 154,- Euro angehoben. Bei einer gemeinsamen Vorsorge von Ehepartnern wird der Betrag verdoppelt. Außerdem gibt es eine Kinderzulage von (2007) 138,- Euro pro kindergeldberechtigtem Kind, die ab 2008 185,- Euro betragen wird. Die hohen Förderungen und besonders die höhere Kinderzulage machen die Riester-Rente besonders für Familien attraktiv.

Die Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu einer bestimmten Höhe als Sonderausgabenabzug steuerlich absetzbar. Im Jahr 2007 können Altersvorsorgeaufwendungen bis zu einer Höhe von 1.575,- Euro (Eigenbeiträge + Zulage) geltend gemacht werden, ab 2008 wird sich dieser Betrag auf 2.100,- Euro belaufen. Im Gegenzug ist allerdings der Ertragsanteil der Auszahlung im Rentenalter zu versteuern. Diese so genannte „nachgelagerte Besteuerung“ kommt besonders jüngeren Menschen zugute, da diese so während der „Erwerbsphase“ mehr Geld zur Verfügung haben. Gerade Berufsanfänger, die noch nicht so viel verdienen, können so schon etwas für ihre Altersvorsorge tun.

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