Der perfekte Umgang mit den Betriebsausgaben

November 12, 2013 by  
Erschienen unter Wissenswertes zu Finanzen

Betriebsausgaben sind Aufwendungen, die unmittelbar mit dem eigenen Unternehmen zusammenhängen und durch diesen auch veranlasst wurden. Die angesetzten Betriebsausgaben müssen somit stets in einem direkten Bezug zu den erzielten Einnahmen eines Betriebes stehen, damit diese auch vom Finanzamt im vollen Umfang anerkannt werden. Doch genau hier besteht die Kunst des Einzelnen, die getätigten Ausgaben auch tatsächlich als Betriebsausgaben korrekt anerkannt zu bekommen.

Der Gesetzgeber kennt sehr feine Unterschiede, wenn es darum geht, getätigte Kosten als Betriebskosten zu behandeln oder auch nicht. Grundsätzlich gilt, Ausgaben, die für die private Lebensführung angefallen sind, werden nicht als Betriebsausgaben anerkannt. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Kosten, die nur teilweise abzugsfähig sind.

Dazu gehören beispielsweise Bewirtungskosten, Aufwendungen für Geschenke für Kunden, Mehraufwendungen für eine berufsbedingte Haushaltsführung oder für Fahrten zwischen Arbeitsplatz und Betriebsstätte. Hier existieren noch weitere Aufwendungen, die vom Finanzamt nicht in voller Höhe angerechnet werden. Detaillierte Angaben darüber findet man in dem jeweiligen Steuergesetz. Sicherlich hilft hier auch das zuständige Finanzamt oder der eigene Steuerberater weiter.

Das Nachweisen von Betriebsausgaben

Grundsätzlich werden Betriebsausgaben nur vom Finanzamt akzeptiert, wenn diese auch ordnungsgemäß und zweifelsfrei nachgewiesen werden. Werden die Betriebsausgaben nicht korrekt ausgewiesen, kann das Finanzamt die steuerliche Berücksichtigung einfach ablehnen.

Eine Besonderheit in unserem Steuergesetz stellen spezielle Pauschalen bei den Betriebsausgaben dar. Allerdings werden diese nur bestimmten Berufsgruppen bzw. Branchen zugebilligt. So können bei künstlerischen, schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeiten pauschal ein Prozentsatz an Betriebskosten abgesetzt werden, ohne dafür einen Beleg zu erbringen. Eine ähnliche Regelung existiert auch im Pflegebereich.

Sonderfälle bei Betriebsausgaben

Natürlich gibt es auch eine Reihe von Sonderfällen bei den Betriebsausgaben, die in den meisten Fällen aber nur mit dem entsprechenden Know-How genutzt werden können. Dazu gehört beispielsweise das Anstellen des eigenen Ehegatten als Minijobber in dem eigenen Betrieb. Da bei diesem Sonderfall diverse Arbeitsschritte notwendig sind, damit das Finanzamt die anfallenden Betriebsausgaben auch korrekt berücksichtigt, muss der Steuerpflichtige in den meisten Fällen auf die Unterstützung eines erfahrenen Steuerberaters zurückgreifen.

Dies gilt sicherlich auch bei vergleichbaren Sonderfällen. Hier sollten Sie sich niemals als unerfahrener Steuerzahler an spezielle Ausnahmeregelungen bei den Betriebsausgaben heranwagen. Im schlimmsten Fall haben Sie zwar die Ausgaben getätigt, aber das zuständige Finanzamt berücksichtigt diese nicht als Betriebskosten, die die Einnahmen mindern.

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