Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen Rezessionen

August 20, 2013 by  
Erschienen unter Aktuelles aus der Finanzwelt

Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen

Markus Breitscheidel berichtet in dieser erschütternden Reportage von seinen Beobachtungen, die er während eines Jahres als schlecht bezahlter Altenpfleger in deutschen Pflegeheimen hat machen müssen. Sein Buch macht deutlich, dass wir nicht nur, wie uns zurzeit von anderer Seite andauernd vorgehalten wird, eine kinder-, sondern mehr noch eine zutiefst altenfeindliche Gesellschaft sind. Was Breitscheidel in bester Wallraff’scher Manier recherchiert hat, stellt so ziemlich alles in den Schatte

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Comments

3 Responses to “Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen Rezessionen”
  1. "tidy-man" sagt:
    48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Differenziert, aber nicht zu verallgemeinern, 10. September 2005
    Rezension bezieht sich auf: Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen (Taschenbuch)

    Das Buch schildert symptomatisch, welchen Stellenwert die Pflege alter und kranker Menschen in der Gesellschaft tatsächlich hat. Auf den Punkt gebracht: „Jeder“ will eine menschenwürdige Pflege, aber keiner will so recht dafür bezahlen; die einzigen, die sich gegen das „System“ stemmen und notgedrungen scheitern müssen, sind die Pflegekräfte vor Ort.

    Inhaltlich schildert der Autor ziemlich differenziert, indem er nicht nur die erlebten Mißstände aufzeigt, sondern auch deren Ursachen: Das rigide Zeitmanagement, das durch äußerst knapp bemessene Vorgaben verursacht wird; arbeitgeberseitige Sparmaßnahmen; Überforderung und Unterqualifizierung der Pflegekräfte; Existenzängste der Beschäftigten, die wirksamen Widerstand verhindern; Unterdrückung von Kritik durch Mobbing und Kündigung; mangelhafte Aufsicht durch die Behörden.

    Der Autor läßt eine jener Pflegekräfte, die die Zustände mittragen, sinngemäß wie folgt zu Wort kommen: „Natürlich würde ich gerne vieles anders machen und kann die Zustände eigentlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber ich bin auf diese Arbeit angewiesen. Nach Feierabend kann ich nur abschalten, indem ich mich betrinke.“

    Vereinzelte Begebenheiten des Buches hat wahrscheinlich sogar jede Pflegekraft selbst erlebt: Einem Bewohner/Patienten, der Zuwendung braucht, sagen, daß man keine Zeit habe; Tätigkeiten dokumentieren, die (aus welchen Gründen auch immer) in Wirklichkeit gar nicht erbracht wurden usw..

    Methodisch ist zu kritisieren, daß der Autor jeweils das „erstbeste“ Angebot des Arbeitsamtes angenommen hat. Ich meine, daß hier jeweils die „Dauerbrenner“ des jeweiligen Sachbearbeiters vermittelt wurden, die stets ganz oben auf dem Angebotsstapel liegen, weil in den betreffenden Heimen nicht von ungefähr eine hohe Fluktuation herrscht. Eben wegen den mangelhaften Arbeitsbedingungen. „Gute“ Heime haben halt eine geringere Fluktuation und sind daher nicht auf jeden „x-beliebigen“ Arbeitsamt-Bewerber angewiesen. Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege in der großen Mehrheit der Heime läßt das Buch jedenfalls nicht zu.

    Meines Erachtens sollte das Buch Pflichtlektüre bei allen „Schön-Rednern“ in Parteien, Kostenträgern, Sozial- und Arbeitgeberverbänden werden.

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  2. Manni Mustermann "Musterstr 0" sagt:
    7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Bin selbst Altenpfleger und kann dem Buch nur zustimmen, 19. April 2009

    Ein sehr gutes Buch,welches die Arbeitsbedingungen und Zustände realistisch darstellt.Jeder,der seine Eltern oder Großeltern in ein Pflegeheim schickt,sollte sich vorher dieses Buch durchlesen und es sich noch mal überlegen.Evtl. solange es geht zu Hause wohnen lassen und einen ambulanten Dienst hinzuziehen.Bin seit 12 Jahren in der Altenpflege tätig und musste schon 3 mal die Einrichtung wechseln,da ich die Zustände die dort herschen nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren konnte.Immer wenn ich dachte ,,schlimmer kann es ja nicht mehr werden,, wurde ich im nächsten Heim wieder eines besseren belehrt.Akkordarbeit wie in einer Pflegefabrik,keine Zeit für psychosoziale Betreuung oder geschweige denn seiner zustehenden 30 min. Pause.Der Dienstplan ändert sich fast täglich,so dass für private Planungen kaum Zeit bleibt.Druck,Schikanen und Machtmißbrauch von Seiten der Heim-und Pflegedienstleitung,ect.Bei so wenig Personal und so viel aufwändige Pflegefälle und überflüssige Bürokratie,bleibt gerade mal Zeit für eine morgentlichen Katzenwäsche.Jeden Handgriff muss man dokumentieren,so dass man gar keine Zeit mehr hat, das was man täglich dokumentieren muss,auch wirklich in der Praxis zu erledigen.Somit wird die Pflegekraft indirekt dazu gezwungen zu lügen.Wenn man sich bei der Pflegedienstleitung oder der Geschäftsführung beklagt und darauf hinweist,wird man ruck zuck rausgemoppt oder einem irgentwelche Fehler untergeschoben und gekündigt.Egal ob private oder christliche Einrichtungen:alle Häuser haben nach außen hin eine schöne Fassade und es wird einem eine gute Pflege und Rundumbetreuung versprochen.Insider wissen natürlich,daß dies unter solchen Umständen und Arbeitsbedingungen unmöglich ist,so etwas zu gewährleisten.Die Pflegedienst-und Heimleitung schiebt dies auf die Gesundheitspolitik und die Forderungen des medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK),dabei ignorieren sie die Zustände und die Versorgung der Heimbewohner und stopfen sich immer mehr Geld in die Taschen für Scheinleistungen.Wenn etwas auffliegt wird die Schuld dem Pflegepersonal zugeschoben und die Leitung will von nichts gewusst haben,obwohl dass Pflegepersonal schon ständig am Limit arbeitet und die Heimleitung darüber sehr wohl informiert ist.Dabei würde die PDL selbst niemals das leisten können,was sie von dem Personal fordert.Sie sitzen vermutlich schon so lange am Schreibtisch,dass sie in Bezug auf die pflegerische Praxis völlig realitätsfremd sind oder einfach nur gleichgültig,solange die Kasse stimmt.Ich wage zu behaupten,dass von allen Pflegeeinrichtungen gerade mal 5 Prozent ernsthaft darum bemüht sind in das Wohlergehen der Heimbewohner zu investieren und nicht in Optik,Expansion und MDK Bestimmungen.Ich bin der Meinung,dass Altenheime mit schlechten MDK Beurteilungen die besseren sind,da sie sich dann mehr um die Bewohner als um die Pflegedokumentation kümmern.Sich um beides gleich gut zu kümmern lässt die Zeit nämlich nicht zu und der MDK legt mehr Gewicht auf die schriftliche Leistung.Für ihn gilt,, nur was dokumentiert ist,wurde auch gemacht,,.Der Bewohner selbst wird bei Begutachtungen meist lediglich nach seinem Befinden gefragt,falls er denn noch sprechen kann.Er wird je nach Arbeitsaufwand in 3 Pflegestufen eingeteilt.Bei Pflegestufe 3 bekommt das Heim die meisten Zuschüsse;also z.B. bei Bettlägrigen.Bewohner die sich noch verbal wehren können und auf ihr Recht bestehen und ebenfalls Zeit einfordern obwohl das Heim an ihnen nicht so viel verdient,sind meistens nicht so gerne gesehen.Anstatt auf Bürokratie und Dokumentation zu achten,sollte man vielmehr der Heim-und Pflegedienstleitung auf die Finger schauen.Leider lässt sich die Heimaufsicht so gut wie nie sehen;und es scheint sie nicht zu interessieren wie mit Mitarbeitern und Bewohnern umgegangen wird.Ich finde es sehr mutig und sehr wichtig vom Autor dieses Buch veröffentlicht zu haben,denn so sieht es leider immer noch aus.Und das Buch fällt meiner Meinung nach noch relativ harmlos aus,zudem was ich schon erleben musste.
    An alle die,die Macht haben etwas zu verändern,aber aus Profitgier und Gleichgültigkeit nichts ändern wollen:Betet,dass Ihr nie in ein Altenheim müsst;denn Ihr werdet ernten,was Ihr säht.

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  3. honeysunshine "think positive" sagt:
    14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Haltlose Zustände, 2. November 2006
    Rezension bezieht sich auf: Abgezockt und Totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen (Taschenbuch)

    Ich war schockiert und gefesselt zugleich, als ich dieses Buch gelesen habe. Es zeigt die in jedem Fall veränderbaren Missstände in deutschen Pflegeheimen auf, die es in einem zivilisierten Staat wie diesem niemals geben dürfte. Da ich selbst exam. Altenpflegerin bin, war ich umso fassungsloser über diese tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten. Trotz allem denke ich aus meiner beruflichen Erfahrung, dass es auch anders geht. Pflege mit Würde und das Einstehen für die alten Menschen gibt es in vielen deutschen Einrichtung. Selbst habe ich solche Missstände noch nicht erlebt.

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