Ich bin alt und brauche das Geld: Roman Rezessionen

Juli 29, 2013 by  
Erschienen unter Aktuelles aus der Finanzwelt

Ich bin alt und brauche das Geld: Roman

Ich bin alt und brauche das Geld: Roman

Job weg, Mann weg, Haus weg – und dann auch noch die Wechseljahre im Anmarsch! Charlotte fühlt sich vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Doch der wahre Tiefpunkt kommt erst noch: Zwei chaotische Kleinkinder mitsamt russischem Au-pair-Mädchen haben sie als Ersatz-Oma auserkoren und übernehmen fortan das Kommando. Dass Charlotte nun endgültig knapp vor dem Nervenzusammenbruch steht, interessiert natürlich niemanden…

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Comments

3 Responses to “Ich bin alt und brauche das Geld: Roman Rezessionen”
  1. Christine sagt:
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Schöner humorvoller Roman, 26. Mai 2013
    Rezension bezieht sich auf: Ich bin alt und brauche das Geld: Roman (Kindle Edition)

    Ich mag den Humor unheimlich gerne, der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichten wie aus dem Leben gegriffen, so
    dass man nach ein paar Seiten nicht mehr aufhören kann zu lesen. Es geht um Charlotte, deren Exfreund stirbt und sie
    plötzlich mit Schulden und ohne Dach über dem Kopf dasteht. Auf der Beerdigung des Ex trifft sie dessen Tochter samt Enkelkinder
    und plötzlich ist sie aufgrund der Ausbildung zur Erzieherung und durch ihre nette, hilfsbereite Art zur Oma auserkoren
    und muss die Kleinen samt Au pair Mädchen bei sich in der neuen kleinen, noch nicht mal renovierten Behausung aufnehmen. Der Wohnungseigentümer stellt sich als attraktiver und sehr hilfsbereiter Mann dar, der für die eine oder andere Hitzewallung bei Charlotte sorgt, die nicht nur was mit ihren Wechseljahren zu tun hat. Jennifer, die Tochter des Ex kämpft zeitgleich um ihre Ehe im fernen London und teilt die Erfolge oder besser gesagt ihr scheitern über Internetblogs mit, die Charlotte dank Passwortkennung des kleinen Paulinchens mitlesen kann. Sehr humorvoll geschrieben, mit Hauch Dramatik und zum Schluss
    einem herzzereissenden Happy End. Fazit: Eine tolle Geschichte über die Liebe auch jenseits der 40, Neuanfang und einer
    Familie, die man sich dann doch manchmal raussuchen kann. Gelungen..und absolut lesenswert.

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  2. mauzi67 sagt:
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Bitte mehr davon, 26. Mai 2013

    Zu Beginn des Buches lernt die geneigte Leserschaft Charlotte Hagemann kennen, die ihre Geschichte selbst erzählt. Charlotte ist Ende 40 und hat nichts mehr. Ihre Weinhandlung hat sie aufgegeben, um zu ihrem Lebensgefährten Klaus zu ziehen. Das Geld aus dem Verkauf der Weinhandlung lieh sie Klaus – selbstverständlich ohne Vertrag.

    Kaum war Charlotte bei Klaus eingezogen, verschwand er. Zwei Wochen später stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür um das Haus zu pfänden. Charlotte konnte nur noch das nötigste einpacken und fand Asyl im Wohnzimmer von Doro und Dirk. Dass das kein Dauerzustand sein konnte, wird nach Beschreibung der Situation schnell klar. Tja,und dann stirbt Klaus. Charlotte geht aus reiner Neugier auf die Beerdigung. Auf selbiger lernt sie Klaus`Tochter Jennifer und deren Kinder kennen, das aufgeweckte und altkluge 5jährige Paulinchen und den 3jährigen Max. Charlotte, die in ihrer längst vergangenen Vergangenheit einmal Erzieherin war, beschäftigt die beiden während der Beerdigung – sehr zum Missfallen Jennifers.

    Aufgrund der Zustände in Doros Wohnung begibt sich Charlotte auf Wohnungssuche. Die Wohnung im Dachgeschoss eines illustren Mehrfamilienhauses ist zwar das allerletzte (renovierungsbedürftig, ein Zimmer ganz ohne Fenster, veraltete Küche …). Und der Makler ist auch nicht ganz koscher. Aber für jemand ohne Geld durchaus bezahlbar. Das ist der Beginn von Charlottes neuem Leben.

    Nach dem Einzug beginnt Charlotte mit der Renovierung, bei der erwartungsgemäß einiges schief geht. Dirk verletzt sich, nachdem er 1 qm Decke gestrichen hat und fällt fortan aus. Die Möbel aus dem schwedischen Einrichtungshaus bauen sich leider nicht von selber auf. Und wenn man es dann geschafft hat, fällt ausgerechnet der Sessel wieder zusammen. Der Job, den Dirk ihr vermittelt, erweist sich als Charlotte-untauglich. Einzig der Nachbar von unten drunter scheint ein Lichtblick zu sein. Er hilft mit wertvollen Tipps und auch praktisch. Und dann steht plötzlich Jennifer in der Tür, hochschwanger und wütend. Ihr Ehemann, der in London arbeitet, scheint ein Verhältnis zu haben. Jedenfalls verhält er sich seiner Familie gegenüber nicht so, wie Jennifer es erwartet. Also lädt sie ihre Kinder samt Aupair kurzerhand bei Charlotte ab („sie reden seit der Beerdigung dauernd von dir“) und düst davon. Selbstverständlich ohne ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Ist ja irgendwie klar, dass aus „nur ein paar Tage“ nach und nach immer mehr werden. Wie es Jennifer ergeht, erfährt die werte Leserschaft auf die gleiche Weise wie Charlotte: aus Jennifers geheimem Blog, zu dem Paulinchen die Zugangsdaten kennt.

    Im weiteren Verlauf erlebt Charlotte einige Situationen, die typisch sind, wenn man Kinder hat. Während wir Mütter normalerweise über die Jahre hin und wieder mal in eine dieser Situationen geraten, erlebt Charlotte alles geballt (von nachts fernsehen über den ersten Kindergartentag bei einer angespannten Erzieherin über Gegenstände verschlucken bis hin zu ungeahnten Kenntnissen im Bezug auf Internet und Co.). Glücklicherweise ist Charlotte aufgrund ihrer Erfahrung als Erzieherin im Umgang mit Kindern geübt und meistert alle Hürden mit Bravour.

    Ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass das Buch happy endet. Frau Völler schreibt sehr angenehm. Die Geschichte nimmt einen gefangen. Man legt es erst weg, wenn der letzte Buchstabe und das allerletzte Satzzeichen gelesen sind.

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  3. karin1910 sagt:
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Locker-flockiger Frauenroman, 17. Mai 2013

    Eva Völler hat hier einen flott geschriebenen und hinreißend komischen Frauenroman verfasst.

    Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist Charlotte, die mit Ende 40 ihr Leben nochmal praktisch neu beginnen muss. Denn nachdem sie sich hatte überreden lassen, zu ihrem (wie sich später herausstellte untreuen und mittlerweile auch noch verstorbenen) Freund Klaus nach Frankfurt zu ziehen und ihm noch dazu eine größere Geldsumme zu leihen, findet sie sich nun arbeits- und praktisch mittellos auf dem Sofa ihrer Freundin Doro wieder. Weil sie nicht für immer auf diesem Sofa leben möchte, entschließt sie sich, in eine zwar bezahlbare, dafür aber auch stark renovierungsbedürftige Wohnung zu ziehen – die sich aber immerhin in einer interessanten Nachbarschaft befindet. Vor allem ihr neuer Nachbar Adrian scheint eine faszinierende Persönlichkeit zu sein…
    Doch Charlottes Hoffnung, dass ihr Leben nun bald wieder in geordneteren Bahnen verlaufen werde, wird jäh zunichte gemacht, als Klaus Tochter Jennifer plötzlich vor der Tür steht und sie dazu überredet, sich für ein paar Tage um ihre beiden Kinder samt dem russischen Au-Pair Olga zu kümmern. Sie selbst müsse dringend zu ihrem Mann nach London.
    Was es mit dieser Reise nach London auf sich hat und was sie dort erlebt, erfahren Charlotte (und die Leserinnen) durch Beiträge in Jennifers Blog im Internet.

    Diese Ausgangssituation klingt nun schon verwirrend genug, doch im Laufe der Handlung wird sich Charlotte noch mit einer Reihe weiterer Verwicklungen auseinander setzen müssen.
    Bei all diesen Erlebnissen hat man als Leserin das Gefühl, hautnah mit dabei zu sein.

    Charlotte war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie wirkt zwar ein bisschen zu naiv für eine langjährige Geschäftsfrau und ist nicht gerade mit einem besonders großen Selbstbewusstsein gesegnet, dafür ist sie aber eine herzensgute Person, welche die Schwierigkeiten, mit denen das Leben sie konfrontiert, mit einer gewissen Gelassenheit und einer großen Portion Humor zu meistern versteht.
    Auch die übrigen Protagonisten sind sehr gut und lebendig gezeichnet – allen voran die beiden Kinder Paulinchen und Max, die immer wieder für heiteres Chaos sorgen und durch ihre witzigen Bemerkungen die Handlung auflockern.
    Sogar bei den Nebenfiguren hat die Autorin sich noch viel Mühe gegeben, diese farbenfroh zu charakterisieren, sodass sie alle mühelos vor meinem inneren Auge zum Leben erweckt wurden.
    Natürlich gibt es dabei auch eine Reihe von Klischees – beispielsweise treten ein untreuer Ehemann, der mit der sexy 22jährigen fremdgeht, ein pingeliger Hausmeister oder ein russisches Partsgirl auf.

    Aber damit muss man bei Büchern dieses Genres eben rechnen. Genauso wie man auch bereit sein muss, über einige Ungereimtheiten, die teilweise ziemlich vorhersehbare Handlung und das etwas unrealistisch wirkende Happy End hinwegzusehen.

    Einen besonders anspruchsvollen Roman darf man hier also nicht erwarten, man kann mit dem Buch aber einige kurzweilige Stunden verbringen. Ich wurde hier jedenfalls hervorragend unterhalten!

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